Disput

Stimmen

Meinungsäußerungen

Ich freue mich riesig, weil es sich gelohnt hat. Damit meine ich nicht nur den Wahlkampf in den vergangenen Wochen – unsere Arbeit in der vergangenen Wahlperiode hat sich ausgezahlt. Wir haben politische Schwerpunkte gesetzt, die nah an den Problemen der Bürgerinnen und Bürger waren. Und ich denke, wir haben tatsächlich dafür die Ernte eingefahren.
Dagmar Enkelmann, 27. September

Das soziale Gewissen der Republik wurde gestärkt. Mit Genugtuung habe ich festgestellt, dass die rechtsextremistischen Parteien weder in den Bundestag noch in die Landesparlamente einziehen werden.
Petra Pau, 27. September

Man kann ohne Übertreibung sagen: DIE LINKE hat das deutsche Parteiensystem endgültig verändert. (...) Mit der entstandenen schwarz-gelben Mehrheit muss die Frage beantwortet werden, wie weiterer sozialer Kahlschlag verhindert werden kann. Da spielt der Bundesrat jetzt eine besondere Rolle. Er rückt in das Blickfeld der deutschen Politik und damit auch das Verhalten der Sozialdemokratie in den einzelnen Ländern. Im Saarland ist das beantwortet. Das brauche ich nicht weiter zu vertiefen. Wie das in Brandenburg ausgehen wird, wird man sehen. Wie das in Thüringen ausgehen wird, wird man sehen. Auf jeden Fall müsste jetzt die Sozialdemokratie ihre Hauptaufgabe darin sehen, alles zu tun, um den zu befürchtenden Sozialabbau zu stoppen. Damit würde Nordrhein-Westfalen schon nach kurzer Frist zur entscheidenden Wahl. Der bundespolitischen Bedeutung für die Mehrheiten im Bundesrat entsprechend wäre das im Mai nächsten Jahres dann eine kleine Bundestagswahl.
Oskar Lafontaine, 28. September

Im Bundestag werden wir Opposition sein. Wir werden weiterhin von den Anderen eher als Störenfried wahrgenommen werden. Das ist auch alles gar nicht so tragisch. Wir müssen uns ja nicht so umstellen, wie sich die SPD umstellen muss, und wir haben im Wahlprogramm und darüber hinaus jene politischen Schwerpunkte bestimmt, für die wir uns auch weiterhin engagieren werden. Trotzdem kann auch unsere Rolle nicht die gleiche bleiben, denn wir sind deutlich gestärkt. Wir haben ja nicht nur eine größere Zahl von Abgeordneten, sondern damit verbunden auch eine größere Verantwortung, der wir sowohl im Bundestag als auch außerhalb des Bundestages gerecht werden müssen. Das alles klingt vielleicht einfach, ist es aber nicht. Ich freue mich auf diese größeren Herausforderungen. Im Übrigen ist unsere Fraktion so zusammengesetzt, dass sie den Pluralismus unserer Partei hervorragend widerspiegelt. Das macht ja Spaß, sowas zu leiten und dort die Vereinigung real werden zu lassen, die in der Partei gegenwärtig auch stattfindet.
Gregor Gysi, 28. September

Die Linkspartei ist endgültig ein stabiler Faktor der bundesdeutschen Politik. 2005 bekam die frisch fusionierte Linkspartei noch 8,7 Prozent. Damals trug sie noch der Protest gegen Schröders Agenda-Politik. Doch spätestens seit dem Sonntag ist klar, dass die Linkspartei sich nicht mehr an der SPD abarbeiten muss, um ihre Existenz zu rechtfertigen.
Stefan Reinecke, Die Tageszeitung, 28. September

In den Wahlkampfmonaten wurde in mehr als 600 sogenannten Wahlprüfsteinen die Politik der LINKEN erläutert. Die Anfragen kamen von Vereinen, Verbänden und Medien und beinhalteten gut 4.100 einzelne Probleme. Spitzenreiter war die Gewerkschaft Transnet mit 77 Fragen. Zu den Fragestellern gehörten auch das Magazin »Schafzucht«, die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, die Kiefernorthopädische Zeitung und eine internationale Ufologengesellschaft. Einige Wahlprüfsteine mussten als SMS in einem Umfang von lediglich 160 Zeichen korrekt beantwortet werden.
Zentrales Wahlbüro

Für den Wahlkampf der Partei DIE LINKE wurden insgesamt 490.000 Plakate gedruckt: Themenplakate, Personen- und Veranstaltungsplakate, »Oskar«- und »Gregor«-Plakate – und die Aufforderung »Kämpft!«.
Zentrales Wahlbüro

Auf dem Spendenkonto der Partei sind bis 8. Oktober 613.315 Euro eingegangen. Allen Spenderinnen und Spendern herzlichen Dank!
Karl Holluba, Bundesschatzmeister

Für den Bundestagswahlkampf wurden die Wahlkampfzeitung sechs Millionen mal und der Bürgerbrief in einer Auflage von 7,38 Millionen zur Verfügung gestellt. Das Kurzwahlprogramm wurde knapp 6,9 Millionen mal gedruckt, das komplette Wahlprogramm 100.000 mal. Hinzu kamen zwei Millionen thematische Flyer.
Zentrales Wahlbüro


Ich bin soeben eurer Partei beigetreten, da es mir schon lange (eigentlich schon immer) vor den verheerenden Auswirkungen der Kapitaldiktatur vor allem, aber nicht nur, in Deutschland graut. Ich habe den Eindruck, dass es bei der LINKEN noch einiges an Aufbau- bzw. Öffentlichkeitsarbeit zu verrichten gilt. Da ich nun keiner derjenigen sein möchte, die darüber klagen, wie schlimm doch alles ist und dass »die da oben« mit uns machen, was sie wollen, ohne etwas dagegen zu unternehmen, möchte ich mich aktiv und tatkräftig an den Arbeiten, die notwendig sind, beteiligen, damit mal wieder ein etwas gerechterer Wind im Land weht.
Noch fehlt mir der Überblick über das zu Tuende, doch was ich weiß ist, dass hier unten, wo ich wohne, DIE LINKE relativ wenig vertreten zu sein scheint. (...) Ich möchte Sie nun also bitten, mich wissen zu lassen, wo es noch Arbeit zu verrichten gibt, damit der demokratische Sozialismus besser und standhaft Fuß fassen kann. Sie können sich auf die vollste Unterstützung eines Menschen verlassen, der die Nase von den jetzigen Umständen voll hat und mit ganzem Eifer bereit ist, für eine gerechtere Ordnung zu arbeiten. Viele Grüße
Markus Biberger, Dingolfing (Bayern), 2. Oktober

Die nächste Landtagswahl findet am 9. Mai 2010 in Nordrhein-Westfalen statt. Es folgen 2011 die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
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