Disput

Wo Partei Party macht

Pfingsten mit der LINKEN wieder am Werbellinsee – der traditionelle Treff für die große Familie

Interview mit Volker Steinke

Pfingsten mit der LINKEN heißt es wieder, und zwar – logisch – zu Pfingsten und wieder in Altenhof am Werbellinsee in Brandenburg. Was wird geboten?
Ein im besten Sinne großes Familienfest der LINKEN. Eingeladen sind alle Mitglieder und Sympathisantinnen und Sympathisanten. Entweder für die gesamte Zeit, also vom 21. bis 24. Mai, oder zum Besuch an einem der Pfingsttage. Die Treffen sind eine Tradition, die auf die PDS zurückgeht. Die ersten wurden Anfang der neunziger Jahre in Markgrafenheide durchgeführt, und das diesjährige findet bereits zum fünfzehnten Mal am Werbellinsee statt. Die Gegend ist wunderschön.
Mit Stolz können wir darauf verweisen, dass wir mittlerweile 80 Prozent Stammgäste haben. Darunter sehr viele junge, was uns immer wieder erstaunt, wenn wir uns manchmal die Altersstruktur der Gesamtpartei anschauen. Viele Familien kommen: Oma, Opa, Kinder, Enkelkinder ...
Das Objekt hat eine Kapazität von rund tausend Übernachtungsplätzen; die Plätze sind seit Ende Februar, Anfang März fast vollständig ausgebucht.

Wenn schon fast alles ausgebucht ist, wen wollen wir dann an den Werbellinsee »locken«?
Na, ein paar Übernachtungsplätze gibt’s noch. Und dann sind Tagesgäste sehr willkommen. Mit zwei-, dreitausend rechnen wir täglich.

Wo liegt der »Pfingst-Treffpunkt«?
In der Schorfheide, eine Autostunde nördlich von Berlin. Das Objekt ist die ehemalige Pionierrepublik »Wilhelm Pieck«, wo zu DDR-Zeiten Kinder gemeinsam gelernt und gespielt haben; in den Sommerferien waren Kinder aus vielen Ländern zu Gast. Auch heute erholen sich in der Europäischen Jugend- und Begegnungsstätte Kinder- und Jugendgruppen, und Sportgruppen trainieren.

Ist die Begegnungsstätte auch mit der Bahn zu erreichen?
Ja, bis Eberswalde und dann weiter mit dem Bus bis Altenhof. Aber zugegeben: Wie in dem Land generell der Öffentliche Personennahverkehr immer mehr eingeschränkt wird, ist auch diese Verbindung etwas beschwerlicher und zeitaufwendiger geworden.

Wurde das Programm des Pfingstreffens im Laufe der Zeit geändert?
Die Grundstruktur des Programms hat sich bewährt und wird beibehalten. Wir bieten Programme für alle Altersgruppen an: Sportfeste, Kinderprogramme, ein großes Neptunfest, Auftritte von Kinderensembles, Lesungen mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie diesmal mit Kathrin Gerlof, Martina Rellin, Mathias Wedel und Ernst Röhl; die Redaktion des Neuen Deutschland wird sich – auch das ist Tradition – und bekannte Sportler vorstellen. Und nicht zu vergessen: die drei Tanzabende. Ein sehr wichtiger Bestandteil sind die vielen Talkrunden mit Spitzenpolitikerinnen und -politikern der LINKEN.

Auf welche »Promis« dürfen sich die Gäste freuen?
Auf Gesine Lötzsch, Dagmar Enkelmann, Ulrich Maurer ... Am »Brandenburg-Tag« werden wahrscheinlich alle vier brandenburgischen Landesminister der LINKEN Rede und Antwort stehen. Abgeordnete aus unserer Europa-Fraktion, wie Sabine Wils, sowie Bundestagsabgeordnete haben sich angekündigt. Erstmals werden wir eine Bürger/innensprechstunde mit der Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Bundestages durchführen.

Wer bereitet die LINKEN-Pfingstage vor?
Die Landesgeschäftsführer in den neuen Bundesländern, Andreas Fährmann aus Berlin und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Von Anfang an waren auch die Landesverbände Bremen und Hessen aktiv: mit eigenen Angeboten und Infoständen. Die Vorbereitung und Beteiligung aus den alten Bundesländern hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbreitert. Einer der Promis im vorigen Jahr war Willi van Ooyen, unser Fraktionsvorsitzender im hessischen Landtag.

Mit welchen Pfingst-Preisen muss man rechnen?
Drei Tage Übernachtung mit Halbpension kosten knapp über 80 Euro. Wir bemühen uns, die Preise so moderat wie möglich zu halten.

Wo kann man sich anmelden?
Bei den Geschäftsstellen in den Landesverbänden.

Interview: Florian Müller