Disput

Hilfe für den Balanceakt

7. Linke Medienakademie (LiMA) im März in Berlin. Interview mit Nele Haas vom Organisationsteam

Die LiMA, die Linke Medienakademie, findet in diesem März bereits zum siebten Mal statt. Warum brauchen Linke immer noch die LiMA?

Man lernt ja nie aus. Für alte Hasen und junge Hüpfer ist es schwierig, sich in der Medienwelt zu behaupten, weil man bestimmte Regeln und Instrumente kennen muss. Die wiederum erscheinen Linken aber, teilweise zurecht, als manipulativ. Das verunsichert.

Wie kann ein Medienkongress das ändern?

Die LiMA kann helfen, indem sie linke Medienfrauen und -männer zusammenbringt. Der Umgang mit den Medien ist für sie ein ständiger Balanceakt. Da ist es gut, wenn man sich mit anderen Linken austauschen und voneinander lernen kann. Dafür bietet die LiMA eine Plattform.

Was ist dieses Jahr neu an der LiMA.

Die drei Konferenzen für Zielgruppen, mit denen wir am 11. März starten. LiMAcampus mit speziellen Angeboten für junge Menschen findet das zweite Mal statt, aber neu sind das union camp für gewerkschaftliche Akteure und LiMAdigital als Barcamp für Online-Journalismus.

Auch die LiMA selbst ist in verschiedene Kleinkonferenzen aufgeteilt. LiMAarena umfasst alle Diskussionen und Lesungen, LiMAwerkstatt, alle Workshops, die auch erstmals in verschiedenen Niveaustufen angeboten werden. Ebenfalls neu ist die größere Gewichtung der inhaltlichen Weiterbildung unter LiMAthema, bei der es spezielle Veranstaltungen zu den Themen Migration, Rechtsextremismus und Genderpolitik gibt.

Kannst Du uns schon einen Einblick ins Programm geben?

Dr. Gregor Gysi, der die Schirmherrschaft übernommen hat, stellt Gedanken zu »Die Kunst der Rede in der Welt der Politik« vor. Ulrich Stoll von »frontal 21« gibt Einblicke in die Recherchen zur Geschichte der DDR-Rückkehrer, und Gerhard Seyfried stellt im LiMAschaufenster erstmals seit einem Jahrzehnt einen Band mit neuen Cartoons vor. Dr. Thomas Leif wird aus seinem Buch über den Parteinachwuchs lesen und anschließend unter anderem mit Katja Kipping und Franziska Stier diskutieren. Außerdem gibt es von renommierten JournalistInnen und Medien-DozentInnen viele Workshops zum Handwerkszeug für Medienmacher – vom Layouten über Texten bis hin zu Kameratraining und Rhetorik.