Disput

Appetitmacher

Aus Kreisverbänden in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen berichtet

Im Kreis Ahrweiler ist DIE LINKE allemal für gute Gespräche bei gutem Essen gut. Der Kreisverband im Norden von Rheinland-Pfalz hat die Erfahrung gemacht, dass wir in entspannter Atmosphäre am besten in Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern kommen. In Bad Neuenahr und dem benachbarten Ahrweiler gab es bereits zweimal das Bürgerfrühstück in der Fußgängerzone. »DIE LINKE besetzt den öffentlichen Raum« hieß es in der Einladung – und viele Passanten setzten sich dazu. Rotes gab es reichlich: selbst gemachte Marmelade, Tomaten, Traubensaft, Radieschen und jede Menge rote Gesprächsthemen. Die LINKE-Flyer gingen weg wie warme Semmeln, das Frühstück dauerte bis zum späten Nachmittag.
Die Initiatoren Marion Morassi (Direktkandidatin für die Landtagswahl 2011) und Wolfgang Huste (ehemaliger Kandidat für das Bürgermeisteramt in Bad Neuenahr-Ahrweiler) wurden bei diesen Aktionen nicht nur schlagartig bekannter, sondern überzeugten viele Bürgerinnen und Bürger von der sozial gerechten Politik der LINKEN.
Erfolgreich auch das »Internationale Grillfest« des Kreisverbandes in Sinzig direkt am Rhein, eine Idee von Sprecherratsmitglied Angelika Jürgensonn-Korjenic. Es gab Grillspezialitäten aus südlichen und orientalischen Ländern, der Erlös dient als Grundlage für die Spende einer Trinkwasseraufbereitungsanlage für das Flutkatastrophengebiet von Pakistan. Sprecherratsmitglied Kashif Sheikh hatte die Gäste zuvor umfassend über die Zustände in seinem Heimatland informiert – und natürlich auch über die Politik der LINKEN. Landespressesprecher Harald W. Jürgensonn: »Die Rheinland-Pfälzer gewöhnen sich immer mehr daran, dass es DIE LINKE gibt. Sie gehört mittlerweile zum Alltag.«
Harald W. Jürgensonn

Werktags geöffnet in Osnabrück
Das letzte Septemberwochenende hatte es für die Aktivisten im Kreisverband Osnabrück (Niedersachsen) in sich: erst die Wahl des neuen Vorstandes und am folgenden Tag eine intensive Diskussion zum Entwurf des Parteiprogramms.
Seit seiner Gründung vor drei Jahren verzeichnet der Kreisverband einen Mitgliederzuwachs von 70 Prozent. Zu den Erfolgen gehört die Bildung der Ortsverbände Georgsmarienhütte, Osnabrück-Stadt und Bramsche. Für Melle/Südkreis und Quakenbrück/Nordkreis sind erste Schritte zur Etablierung von linken Stammtischen gemacht. Etwa ein Viertel bis ein Drittel der Mitglieder beteiligt sich bei den monatlichen Versammlungen. Die Themen selbstbestimmte Behindertenpolitik und Gesundheit und Soziales sind durch starke Beteiligung in Kreis-, Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaften gut vertreten. Ebenfalls positiv sind die monatlichen Infostände, meist in der Fußgängerzone gegenüber der örtlichen Zeitung. Der Kreisverband möchte gerne seine öffentliche Präsenz in anderen Stadtteilen und Schwerpunktgebieten im Landkreis intensivieren.
Turnusgemäß wurde am 25. September der neue Kreisvorstand mit Dagmar Lücke und Ralf Seeberg an der Spitze gewählt. Für die sieben Positionen konnte aus einem Tableau von 15 Kandidaturen entschieden werden. Großen Dank gab es vorher für die bisherigen Vorstandsmitglieder, vor allem für den langjährigen Sprecher Peter Schmechel. Übrigens kommen mit Marianne König eine Landtagsabgeordnete und mit Giesela Brandes-Steggewentz die Landesvorsitzende aus unserem Kreisverband.
Der neue Vorstand erklärte: »DIE LINKE sucht den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern, um die eigenen Ziele an der Realität der Leute zu orientieren.« Dafür ist Osnabrück auch weiterhin das Parteibüro in der Johannisstraße 12 werktags geöffnet. Bei den Kommunalwahlen am 11. September 2011 wollen die Genossinnen und Genossen ihre Positionen in der Stadt und im Landkreis stärken.
Am Tag nach der Vorstandswahl ging es für die Osnabrücker weiter auf einer gut besuchten Regionalkonferenz mit den Kreisverbänden Emsland, Cloppenburg, Diepholz und Vechta zum Entwurf für ein neues Parteiprogramm. In ihrem Einführungsreferat äußerten Jutta Meyer-Siebert und Manfred Sohn, beide im Landesvorstand verantwortlich für die Programmdiskussion, ihre große Anerkennung dafür, dass trotz der Zusammensetzung aus allen Strömungen ein gemeinsamer Entwurf vorgelegt werden konnte. Sie hoben hervor, dass die Programmdiskussion sehr lebhaft und solidarisch in der Partei geführt wird. In drei Arbeitsgruppen wurde über Präambel, Abschnitt I, den Sozialismus im 21. Jahrhundert (Abschnitt III) und die »4-in-einem Perspektive« (Frigga Haug) debattiert. Die Programmdiskussion wird fortgeführt.
Dass DIE LINKE nicht nur diskutieren und arbeiten, sondern bis in die Nacht hinein auch feiern kann, hatte sie bei ihrem Sommerfest am 7. August gezeigt.
Klaus-Wilhelm Depker