Disput

T. C.

T., 28, hat International Business mit Englisch und Spanisch studiert und arbeitet als Referentin für Aus- und Weiterbildung. Seit 2006 ist sie bei der LINKEN, sie war Delegierte beim Gründungskongress des Jugendverbandes. Eines ihrer Hobbys ist das Fotografieren, sie geht auch gern zum Spinning und zum Reiten.

Was hat dich in letzter Zeit am meisten überrascht?
Jonathan Safran Foers Buch »Tiere essen«. Mir war schon immer klar, dass bei der Massentierhaltung einiges schief läuft, aber in dem Buch waren definitiv einige Details dabei, die mich haben schlucken lassen.

Was ist für dich links?
Der Blick über den Tellerrand. Nicht bis ans Ende der Stadt oder ans Ende des Landes zu denken, sondern die Welt als großes zusammenhängendes Phänomen zu begreifen und die Augen vor den dunklen Flecken nicht zu verschließen, sondern aktiv zu versuchen, sie zu verändern.

Worin siehst du deine größte Schwäche, worin deine größte Stärke?
Größte Schwäche - ... hmm, meine große Klappe. Wäre schön, wenn die manchmal kleiner wäre. Größte Stärke – ich glaube meine Neugier für Neues.

Was war dein erster Berufswunsch?
Tierärztin. Und noch heute denk ich manchmal, ich hätte es doch studieren sollen.

Wie sieht Arbeit aus, die dich zufrieden macht?
Sie muss ganzheitlich sein. Etwas von A bis Z wachsen zu sehen und zu betreuen, gibt mir ein gutes Gefühl.

Wenn du Parteivorsitzende wärst ...
... würde ich lustige Wetten mit den Leuten von der Basis abschließen so wie damals mit der Fotowette bei der Gründung der LINKEN. Das war ein Spaß!

Was regt dich auf?
Dass nur so wenige Menschen daran glauben, dass sie mit ihren täglichen Entscheidungen die Welt mitbestimmen können.

Wofür gibst du gerne Geld aus?
Bücher – ich hab den Tick, dass ich jedes Buch, das ich gelesen habe, im eigenen Regal stehen haben will.

Möchtest du anders sein, als du bist?
Manchmal wünschte ich, ich könnte mit vier Stunden Schlaf auskommen. Es gibt so viele Dinge zu tun und zu entdecken in der Welt, und irgendwie reicht mein 24-Stunden-Tag oft nicht für alles aus, was ich gern tun würde.

Wann fühlst du dich gut?
Wenn die Sonne auf meine Nase scheint. Wenn der erste Schnee fällt. Wenn ich einen Marienkäfer beobachten kann. Immer dann, wenn ich die kleinen Wunder im Alltag wahrnehme.

Wo möchtest du am liebsten leben?
Auf dem Land mit vielen Tieren und einem guten sozialen Umfeld aus Familie und Freunden.

Was bringt dich zum Weinen?
Zwiebeln – alles andere bleibt mein Geheimnis.

Wovor hast du Angst?
Derzeit vor der Arbeitslosigkeit. Mein befristeter Vertrag endet zum Ende des Jahres und mir graut davor, bis dahin nichts Passendes gefunden zu haben.

Welche Eigenschaften schätzt du an Menschen besonders?
Ehrlichkeit, Engagement, Kritikfähigkeit, Humor und Teamfähigkeit.

Wie lautet dein Lebensmotto?
Vom guten alten Bertolt Brecht: »Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.«