Disput

Carolin Rüffert

Carolin ist 22 Jahre jung, stammt aus dem thüringischen Arnstadt und studiert zur Zeit im schönen Marburg (Hessen) Sozialwissenschaften im sechsten Semester. In der Freizeit liest sie gern, ist mit Freunden unterwegs und hilft in der Marburger Tafel – für die sortiert sie Waren oder holt Nahrungsmittel aus den Läden ab.

Was hat dich in letzter Zeit am meisten überrascht?
... die Einladung zu diesem Interview.

Was ist für dich links?
Toleranz, Solidarität, Demokratie und das Streben nach sozialer Gerechtigkeit.

Worin siehst du deine größte Schwäche, worin deine größte Stärke?
Da man erst das Positive nennen sollte: Eine Stärke sehe ich darin, dass ich immer gewillt bin, mich weiterzuentwickeln. Eine meiner größten Schwächen ist ein hohes Maß an Ungeduld.

Was war dein erster Berufswunsch?
Ich wollte lange Zeit zur Polizei gehen. Entgegen sprachen dem letztlich der innere Schweinehund in Sachen sportlicher Betätigung und neue Interessen.

Wie sieht Arbeit aus, die dich zufrieden macht?
Die Hauptsache ist, dass ich mich für die Tätigkeit interessiere. Dabei spielt es dann auch eine geringe Rolle, ob die Arbeit geistig oder körperlich ist.

Wenn du Parteivorsitzende wärst ...
... würden meine Hobbys wahrscheinlich ziemlich auf der Strecke bleiben.

Was regt dich auf?
Überheblichkeit.

Wann und wie hast du unlängst Solidarität gespürt?
Da fällt mir eine Geschichte ein, die schon eine Weile zurückliegt. Ich fuhr nachts mit einem Taxi nach Hause und der Fahrer schaltete den Zähler ein paar hundert Meter vor dem Ziel aus, um mir hohe Kosten zu ersparen.

Wovon träumst du?
Ich stelle mir regelmäßig vor, wie schön es wäre, wenn die Bahn pünktlich käme. Aber leider bleibt es viel zu oft beim Träumen.

Wofür gibst du gerne Geld aus?
Für Bücher und gute Kinofilme.

Möchtest du (manchmal) anders sein, als du bist?
Ab und zu. Zum Beispiel, wenn ich mich über Dinge aufrege, die ich ebenso mit Humor nehmen könnte.

Müssen Helden und Vorbilder sein?
Es kann nicht schaden, Vorbilder zu haben. Allerdings sollte man die Eigenarten, die man an ihnen bewundert, auf seine eigene Art für sich umsetzen.

Wann fühlst du dich gut?
Wenn ich abends auf dem Sofa liege und alle Tagesaufgaben geschafft habe.

Wo möchtest du am liebsten leben?
In Thüringen.

Worüber lachst du besonders gern?
Über Situationskomik – mit allen möglich Leuten, die den gleichen Sinn für Humor haben.

Was bringt dich zum Weinen?
Filme ohne Happy End.

Wovor hast du Angst?
Wichtige Termine zu verschwitzen.

Welche Eigenschaften schätzt du an Menschen besonders?
Gelassenheit und Frohsinn auch in den seltsamsten Situationen.

Wie lautet dein Lebensmotto?
Nicht die Dinge sind schlecht, sondern unsere Sichtweise auf sie.