Disput

Widerstand in Dortmund

Antifaschismus - ein Gebot der Demokratie

»Dortmund stellt sich quer!« lautete das Motto der Gegendemonstrationen zum Nazi-Aufmarsch am 3. September in Dortmund. Die Vorsitzende der LINKEN, Gesine Lötzsch, unterstützte vor Ort das antifaschistische Engagement. Nazi-Demonstrationen zu blockieren sei Bürgerpflicht, Antifaschismus ein Gebot der Demokratie, so Lötzsch. Durch die friedlichen Blockaden der etwa 10.000 Gegendemonstranten konnte der Nazi-Aufmarsch zumindest verzögert werden. NRW-Landessprecherin Katharina Schwabedissen und Fraktionsvorsitzender Wolfgang Zimmermann gratulierten. »Obwohl die Nordstadt wie eine Festung gesichert war, ist es Hunderten Antifaschistinnen und Antifaschisten gelungen, in diese Zone einzusickern und den Nazi-Aufmarsch zu behindern«, sagte Schwabedissen. »Wir mussten allerdings zahlreiche Übergriffe durch die Polizei beobachten«, kritisierte Zimmermann. Schwabedissen warf der Polizeiführung vor, Kundgebungen von NazigegnerInnen rechtswidrig aufgelöst, deren Teilnehmer/innen pauschal kriminalisiert und die Situation unnötig weiter eskaliert zu haben. Sie kündigte an, dass DIE LINKE die Vorgänge in Dortmund auch im Landtag thematisieren werde.