Disput

Ein zeitgemäßes Signal

Zur Kandidatur von Beate Klarsfeld für das Bundespräsidentenamt

Die Nominierung von Frau Klarsfeld ist ein gutes, wichtiges und zeitgemäßes Signal. Niemand sollte übersehen: Die rechtsextreme Szene feiert sich und die NSU-Mörderbande unverhohlen. Und sie verhöhnt die Opfer. Die Gefahr ist mitnichten gebannt.
Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages

Es ist gut, dass es eine Alternative zum Kandidaten Joachim Gauck gibt. Viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern haben mir gezeigt, welchen großen Zuspruch Beate Klarsfeld in der Bevölkerung hat. Ihre Biografie ist ein Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement und für aufrechten Antifaschismus. Wir unterstützen ihre Kandidatur von ganzem Herzen.
Kreszentia Flauger, Fraktionsvorsitzende Niedersachsen

Mit der Nominierung von Frau Beate Klarsfeld setzt DIE LINKE ein deutliches Zeichen: Wir dürfen das Anwachsen des Rechtsextremismus nicht zulassen. Frau Klarsfeld hat seit Jahrzehnten die deutsche Gesellschaft und Politik auf den laxen Umgang mit Nazis aufmerksam gemacht. Öffentliche Ehrungen wurden ihr dafür in Deutschland nicht zuteil, wohl aber in anderen europäischen Ländern.
Prof. Dr. Franz Segbers (Hessen), Professor für Sozialethik an der Philipps-Universität Marburg und Mitbegründer der Hessischen Sozialforen

Wir hoffen, dass die Kandidatur von Beate Klarsfeld mit dazu beiträgt, dass in Deutschland endlich konsequent gegen alte und neue Nazis vorgegangen wird. Dazu gehört auch ein Verbot der verfassungsfeindlichen NPD. Wenn sie angeblich nicht verboten werden kann, weil der »Verfassungsschutz« V-Leute eingeschleust hat, dann verhindert dieser »Verfassungsschutz« den Schutz der Verfassung.
Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, Landesvorsitzende Hessen

Gerade die jüngsten Ereignisse um die Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« haben bewiesen, wie wichtig eine Bundespräsidentin wie Beate Klarsfeld für die Bundesrepublik ist. Sie hat nicht nur nach innen, sondern auch nach außen Vorbildwirkung. Und die brauchen wir dringend.
Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender Mecklenburg-Vorpommern

Die VVN-BdA hat mit ihr immer am selben Strang gezogen: für ein demokratisches friedliches Deutschland ohne Einfluss alter und neuer Nazis. Mit der Kandidatur von Beate Klarsfeld wird ihr Kampf gewürdigt und zugleich erhält er neue Impulse. Deutsche Renten für SS-Verbrecher im Baltikum und die Weigerung, die NS-Opfer in Griechenland und Italien zu entschädigen und die Täter zu bestrafen, weisen ebenso auf weitere antifaschistische Aufgaben hin wie der Terror der Neonazis im Lande. Ich freue mich, dabei weiter mit Beate zusammenzuarbeiten. Am 18. März wie danach sollten wir sie unterstützen.
Ulrich Sander, Nordrhein-Westfalen, Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Frau Klarsfelds Kandidatur ist nicht nur eine Alternative für alle, die Gaucks soziale Kälte und seine Geschichtsvergessenheit ablehnen. Sie steht auch für sich: Zweimal ist Beate Klarsfeld für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen worden. Die Außenminister Fischer und Westerwelle haben ihr die Ehrung verweigert. So ist ihre Nominierung eine Würdigung für das jahrzehntelange Engagement einer Kämpferin gegen die NS-Täter und ihre Erben.
Jannine Menger-Hamilton, Landessprecherin Schleswig-Holstein

Ich sehe in der Nominierung dieser mutigen Frau vor allem auch ein Signal gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements. Vertreter von Grünen und Sozialdemokraten, mit denen ich gemeinsam nicht nur auf der Straße gegen Neonazis aktiv bin, haben jetzt in der Bundesversammlung eine Wahl.
Sandro Witt, Gewerkschaftssekretär, stellvertretender LINKE-Landesvorsitzender Thüringen

Frau Klarsfeld steht in überzeugender Weise für die Menschenrechte ein, sie setzte und setzt immer wieder klare und unmissverständliche Zeichen gegen eine Renaissance des Faschismus in Europa. Schließlich – und auch das ist gegenwärtig von großer Bedeutung – ist Beate Klarsfeld eine überzeugte Europäerin.
Wulf Gallert, Fraktionsvorsitzender Sachsen-Anhalt

Ihr streitbarer Geist, der sie auch vor großen Widerständen nicht zurückschrecken ließ, macht sie in meinen Augen ebenso wie ihr Eintreten für soziale und demokratische Grundsätze zu einer geeigneten Kandidatin für dieses Amt. Es würde mich freuen, wenn sie auch aus den Reihen anderer Parteien Zuspruch findet.
Klaus Lederer, Landesvorsitzender Berlin