Disput

Umweltschutz - was geht uns das an?

Eine kleine DISPUT-Umfrage unter Genossinnen und Genossen im Fläming (Brandenburg)

Felix Thier: Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit! Wenn wir heute nicht an morgen denken, gibt es morgen niemanden mehr, der noch an irgendwas denken kann. Und wir müssen uns auch als Deutschland energischer und endlich wirklich ambitioniert in die Vorreiterrolle als Klimaschützer begeben!

Annette Schreiber: Keine weitere »Verspargelung« der Landschaft mit Windkraftanlagen! Suche nach Alternativen bei der Monokultur für die Biogasanlagen zum Schutz der Umwelt und der Landwirtschaftsbetriebe, welche sich an Fruchtfolgen halten müssen. Besserer Schutz der Wälder und weitere Nutzbarmachung der Konversionsflächen (Umnutzung von ehemaligen Militärgebieten).

Annemarie Vlk: Zum Beispiel der Schutz der Fledermäuse und Vögel. Deswegen keine Windräder in Naturschutzgebiete oder Wälder!

Rainer Dominok: Als Einwohner einer durch die Autobahn geteilten Stadt fällt mir spontan ein: Schluss mit der weiteren Verlärmung! Keine neuen größeren Autobahnen! Stattdessen müssen der Verkehr vermindert und der überregionale Warentransport zurück auf die Schiene verlagert werden.

Michael Maurer: Umweltschutz muss leider oft hinter die wirtschaftlichen Interessen zurücktreten. Und wenn er unvermeidlich ist, dann werden die Kosten auf den »kleinen Mann« abgewälzt. Umweltschutz ist nicht kompatibel mit der kapitalistischen Wirtschaftsweise.

Kornelia Wehlan: Mit Umweltschutz verbinde ich die wunderschöne Landschaft in Brandenburg und in meinem Heimatkreis Teltow-Fläming. Die Biosphärenreservate müssen geschützt werden, unsere Wälder haben nicht nur eine Erholungs- und Nutz-, sondern vor allem auch eine Schutzfunktion. Umwelt- und Naturschutz sind ein Wert an sich.

Annamaria Engert: Überland-Stromleitungen quer durch ganz Deutschland sind ein Vergehen an der Natur. Die Vogelwelt wird gestört, und viele Vögel gehen zugrunde. Grund und Boden werden vernichtet. Dies wäre, insgesamt betrachtet, ein Verbrechen gegen Mensch, Land und Tier.

Erik Scheidler: Der öffentliche Personennahverkehr muss verbessert werden, um den Individualverkehr zu reduzieren und den CO2-Ausstoß zu verringern. Die sinnvolle Entwicklung erneuerbarer Energien muss im Kontext zur Akzeptanz durch die Bürgerinnen und Bürger stehen. Biogas- und Biomasseanlagen gehören mit dazu.

Umfrage: Maritta Böttcher