Disput

Stefanie, wo fühlst du dich gut?

Stefanie Möller, 41 Jahre, ist Kulturwissenschaftlerin, seit 2007 Mitglied der LINKEN in Bremen und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bürgerschaftsfraktion für Gleichstellung sowie Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Stefanie, wo fühlst du dich gut?
In der Badewanne oder im badewannenwarmen Meer.

Was hat dich in letzter Zeit am meisten überrascht?
Der konservative Rollback in Fragen der sexuellen Selbstbestimmung von Frauen.

Was ist für dich links?
Der Kampf für eine solidarische Gesellschaft.

Worin siehst du deine größte Stärke, deine größte Schwäche?
Ich erwäge gerne gründlich das Für und Wider einer Sache, dadurch bin ich manchmal etwas zögerlich.

Was war dein erster Berufswunsch?
Tierärztin.

Wenn du Parteivorsitzende wärst ...
... würde ich der Kommunal- und Landespolitik einen höheren Stellenwert einräumen.

Was regt dich auf?
Mackertum.

Wovon träumst du?
Alles für alle!

Wofür gibst du gern Geld aus?
Für Bücher und Salzlakritz.

Möchtest du (manchmal) anders sein, als du bist?
Ja, aber mit zunehmendem Alter gewöhne ich mich an mich.

Vaterland, Mutterland, Deutschland – wie gern lebst du hier?
Sehr gerne. Ich könnte mir aber genauso gut vorstellen, woanders zu leben.

Müssen Helden und Vorbilder sein?
Ich habe jede Menge gute Vorbilder in meinem direkten privaten und beruflichen Umfeld.

Wen oder was würdest du mit auf eine Insel nehmen?
Meinen Freund.

Welche Rolle spielen Kunst und Kultur in deinem Leben?
Eine große. Ich gehe oft in Ausstellungen oder ins Theater. Mich interessiert Kunst als Möglichkeitsraum.

Worüber lachst du besonders gern?
Im Bereich Comedy mag ich »Knallerfrauen«. Da werden Rollenklischees richtig schön aufs Korn genommen.

Wovor hast du Angst?
Angst ist ein starkes Wort. Beunruhigend finde ich das Wiedererstarken rechter Kräfte in Europa.

Welche Eigenschaften schätzt du an Menschen besonders?
Selbstreflektiertheit, Mut, Gerechtigkeitsempfinden.

Wie lautet dein Lebensmotto?
Akzeptiere oder verändere!