Disput

Jana, was war dein erster Berufswunsch?

Jana Mattuschka, 1981 geboren, arbeitet als Lehrerin in Berlin. Sie ist seit 2001 Parteimitglied und engagiert sich in der Bundesschiedskommission. Daneben ist sie Bürgerdeputierte im Ausschuss für Bildung, Kultur und Umweltschutz der BVV in Berlin-Mitte und Teilnehmerin am Frauenmentoringprogramm der Partei.

Jana, was war dein erster Berufswunsch?
Lehrerin - vermutlich, weil ich schon immer gern bestimmen wollte, wo es langgeht.

Was hat dich in letzter Zeit am meisten überrascht?
Mich überrascht immer wieder, wie viele Menschen Angst vor dem Fremden haben.

Was ist für dich links?
Das kann ich nicht in einem Satz erklären. Bleibt also nur: das Gegenteil von rechts.

Worin siehst du deine größte Stärke, deine größte Schwäche?
Ich kann Entscheidungen treffen und vertreten. Eine große Schwäche ist, dass ich Menschen nicht ausreden lasse.

Wenn du Parteivorsitzende wärst ...
... würde ich mir erstmal einen Überblick verschaffen und mich dann mit klugen Menschen über Möglichkeiten beraten.

Was regt dich auf?
Menschen, die mich kennen, wissen: eine Menge. Vor allem Ungerechtigkeit, Ignoranz und die Unfähigkeit, die eigene Sichtweise zu ändern.

Wovon träumst du?
Dass irgendwann mal wirklich alle Menschen die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben.

Wofür gibst du gern Geld aus?
Für Reisen, skandinavische Mode, Hörspiele und Theaterkarten.

Möchtest du (manchmal) anders sein, als du bist?
Ja, aber nur einen kurzen Moment lang.

Vaterland, Mutterland, Deutschland – wie gern lebst du hier?
Um es mit Fontane zu sagen: Vor Gott sind alle Menschen Berliner.

Müssen Helden und Vorbilder sein?
Helden nein. Aber Vorbilder sind immer gut. Sie wechseln jedoch ständig.

Wann fühlst du dich gut?
Wenn ich neue Anregungen bekomme und natürlich, wenn ich mit Freunden und Pistazieneis in der Sonne sitze.

Wen oder was würdest du mit auf eine Insel nehmen?
Jemanden, der toll ist, und einen gepackten Urlaubskoffer. Denn hier ist doch von einer Urlaubsreise die Rede, oder?

Welche Rolle spielen Kunst und Kultur in deinem Leben?
Eine riesige. Deswegen sollten wir die prekären Arbeitsbedingungen von vielen Kultur- und Kreativschaffenden nicht vergessen.

Vor wem hast du Angst?
Vor Menschen, die denken, sie kennen der Weisheit letzten Schluss. Und vor bissigen Hunden.

Welche Eigenschaften schätzt du an Menschen besonders?
Selbstreflexion, Humor, eine eigene Meinung und Begeisterungsfähigkeit.

Wie lautet dein Lebensmotto?
Ich hab keins fürs Leben. Im Moment mag ich den Spruch: Es ist fast nie gut, wenn der Klügere nachgibt.