Disput

Malte, was ist für dich feministisch?

Malte Pannemann, geboren 1988, studiert Bildung, Kultur und Anthropologie in Jena.

Malte, was ist für dich feministisch?
Wenn man sich für Gleichheit und Gerechtigkeit für wirklich alle Menschen einsetzt. Für mich als Mann heißt es, auch bei mir selbst und meinem Verhalten anzusetzen.

Was hat dich in letzter Zeit am meisten überrascht?
Die positiven Reaktionen auf Martin Schulz. Dabei steht er inhaltlich nicht für eine neue, antineoliberale SPD.

Was ist für dich links?
Sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen und gegen Unterdrückung.

Was war dein erster Berufswunsch?
Biologe. Während des Zivildiensts habe ich entschieden, trotz Abitur mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt lieber eine Sozialwissenschaft zu studieren, um mit Menschen zu arbeiten.

Wenn du Parteivorsitzender wärst …
… würde ich die Bildungsarbeit massiv ausbauen. Der politische Sachverstand unserer Mitglieder sollte nicht von Zufällen abhängig sein.

Was regt dich auf?
Ungerechtigkeit, Krieg und bürokratische Fremdbestimmung.

Wovon träumst du?
Von Zeitreisen in die Vergangenheit als Bildungsurlaub.

Möchtest du (manchmal) anders sein, als du bist?
Ich bin wie ein Elefant. Manchmal ruhig und bedächtig, in anderen Momenten laut, energisch, unüberseh- und unüberhörbar. Etwas fließendere Übergänge wären für meine Umwelt bestimmt einfacher.

Wen oder was würdest du mit auf eine Insel nehmen?
Meine besten FreundInnen und die Klassiker, damit unsere neue Gesellschaft besser wird.

Welche Rolle spielen Kunst und Kultur in deinem Leben?
Als DJ leg ich 90er Trash auf, aber das fällt wohl nicht unter Kunst und Kultur.

Mit wem lachst du besonders gern?
Mit guten FreundInnen an langen Abenden.

Wovor hast du Angst?
Dass wir als Linke es noch einmal vergeigen.

Welche Eigenschaften schätzt du an Menschen besonders?
Ehrlichkeit statt Nettigkeit.

Wie lautet dein Lebensmotto?
Ein Auszug aus dem Faust: »Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, Ist wert, dass es zugrunde geht.«