Bundesfrauenkonferenz 2011

Text

Rund 120 Frauen kamen am 24. und 25. September in das Büro- und Tagungscenter nach Magdeburg zur vierten Bundesfrauenkonferenz und dem Frauenplenum der 2. Tagung des 2. Parteitages der Partei DIE LINKE zusammen. Nach den Eröffnungsreden der Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und der Bundesgeschäftsführerin Caren Lay sowie einem Grußwort von Eva von Angern, Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt, diskutierten die anwesenden Frauen im Rahmen in zwei World Cafés zu Programm und Satzung.

Im Fokus der Diskussionen stand der Antrag "Die Politik der LINKEN – Politik um Zeit" als Anhang zum Programmentwurf. Dieser fordert im Wesentlichen die neue Anordnung der vier Tätigkeitsbereiche - Erwerbsbereich, Reproduktionsbereich, Kultur, Politik - auf zeitlich gleicher Ebene, statt sie einander über- und unterzuordnen. Damit bekäme das Programm der LINKEN, so die Teilnehmerinnen, einen visionären Ausblick und löst den Arbeitsbegriff der LINKEN aus der Fixierung auf Erwerbsarbeit. Ein weiterer wichtiger Antrag in diesem Kontext war die Forderung des Frauenplenums, das Konzept der Partei zur Mindestrente nicht auf Erwerbstätige zu reduzieren sondern durch eine alle Frauen und Männer umfassende solidarische Rentenversicherung zu erweitern.

Neben den Änderungsanträgen an das Programm standen verschiedene Anträge zur Satzung auf der Tagesordnung. Nach langjähriger innerparteilicher, zum Teil kontroverser Diskussion beschlossen die Teilnehmerinnen des Frauenplenums, eine Frauenstruktur in der Satzung zu verankern, um damit feministische Inhalte zum Markenkern linker Politik avancieren zu lassen. Beschlossen wurden auch Anträge zur Sicherstellung von Kinderbetreuung auf Parteitagen oder zur verbindlichen Verankerung von Doppelspitzen in allen Landesverbänden.