Drei LISA-Sprecherinnen zur Strukturfrage

Stellungnahme von Elke Hoheisel-Adejolu, Heiderose Gläss und Cornelia Swillus-Knöchel

Liebe Genossinnen und Genossinnen, bezugnehmend auf die Äußerungen der Genossinnen Lange und Reymann teilen wir Folgendes mit:

Wir drei Sprecherinnen der BAG LISA erklären hiermit, dass LISA (entgegen den Behauptungen von Christiane Reymann und Bärbel Lange) in keiner Weise ausgegrenzt wurde und sich auch nicht ausgegrenzt fühlt, sondern in die Diskussion und Meinungsfindung zum Thema Frauenstruktur integriert war, auch wenn wir durchaus Verbesserungsbedarf in den Kommunikationsstrukturen sehen.

Die mit Phyrrussieg überschriebene persönliche Erklärung von Christiane Reymann und Bärbel Lange ist in der Tat eine persönliche Erklärung und nicht mehr. Sie sprechen damit ausdrücklich nicht für die Struktur Bundes- LISA, denn dieser (unter anderem 3 Bundes-LISA- Sprecherinnen) ist dieses Schreiben weder bekannt, noch ist es hier diskutiert oder mehrheitlich als Meinung des Gremiums beschlossen worden, ebenso wie der eingereichte Antrag.

Mit diesem Schreiben haben die Unterzeichnerinnen der Idee der Selbstermächtigung einen Bärendienst erwiesen, zeigt es den Unterzeichnerinnen dieser Erklärung doch deutlich die negativen Möglichkeiten von Selbstermächtigung auf. Demokratische Entscheidungen können so ausgehebelt werden und dies können und wollen wir nicht unterstützen.

Außerdem stellen wir richtig:

Es gibt innerhalb von LISA keine einheitliche Meinung zum Thema Frauenstruktur und demzufolge auch keinen Beschluß zu diesem Thema. Das von Bärbel Lange vorgeschlagene Strukturmodell war eines von mehreren, das bei LISA diskutiert wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Es wurde kein Beschluß dazu gefasst.

Die Meinungsvielfalt innerhalb von LISA wird auch durch die Tatsache verdeutlicht, dass viele LISA-Frauen den Satzungsänderungsantrag unterzeichnet haben. Dazu zählen auch die beiden Bundes-LISA-Sprecherinnen Elke Hoheisel-Adejolu und Heiderose Gläß und einige Landes-LISA-Sprecherinnen.

Wir bitten den Parteivorstand den Antrag auf Satzungsänderung, bzw. den Strukturvorschlag der Steuerungsgruppe nicht zu behandeln, aber im Gegenzug auch den Antrag der Genossinnen Reymann, Lange, Rietz-Heering für die morgige PV-Sitzung nicht zu behandeln.Wir schlagen dafür vor, beide Anträge in den unterschiedlichen Frauenstrukturen, bzw. Frauenzusammenschlüssen der Landesverbände, sowie zum Bundes-LISA-Treffen am 17./18. September zu diskutieren und auf dem Frauenplenum am 25. September nach nochmaliger sachkundiger Diskussion zu entscheiden.