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4. März 2014

der 8. März steht vor der Tür: In diesem Jahr wird es neben zahlreichen Veranstaltungen bundesweit eine zentrale Demonstration zum Frauen*kampftag geben. DIE LINKE ruft nicht nur zur Unterstützung dieses Tages auf, sondern wird auch wie in den letzten Jahren den Clara-Zetkin-Frauenpreis vergeben. Die Jury hat bereits eine Entscheidung getroffen, aber es bleibt spannend – bis zum 7. März, wenn die Preisverleihung im Berliner Pfefferberg stattfindet. Mehr Informationen dazu und zu weiteren spannenden Themen rund um den Internationalen Frauentag gibt es in diesem Newsletter. 

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Eure Redaktion

Annegret Gabelin, Claudia Gohde, Antje Kind, Antje Schiwatschev, Vera Vordenbäumen, Katrin Voß, Uta Wegner, Nadia Zitouni

Aktuelles

Heraus zum 8. März!

In diesem Jahr findet endlich wieder eine Demonstration zum Frauen*kampftag statt: Start ist am Samstag, 8. März, um 13 Uhr am Gesundbrunnen in Berlin. Der Demonstrationszug führt bis zum Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte, wo ab ca. 16 Uhr die Abschlusskundgebung und ein Konzert, unter anderem mit Sookee, stattfinden. Der Parteivorstand der LINKEN ruft alle zur Beteiligung an der Demonstration auf.  

Am Freitag ist es soweit: DIE LINKE vergibt zum vierten Mal den Clara-Zetkin-Frauenpreis und würdigt damit die herausragende Leistung von Frauen in Gesellschaft und Politik. Welches der nominierten Projekte den diesjährigen Preis bekommt, wird erst am Freitag verraten, genauso, welche Persönlichkeit mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wird. Die im Vorfeld der Preisverleihung geplante Podiumsdiskussion der Bundestagsfraktion findet wegen der ganz wenigen Anmeldungen nicht statt; Gabi Zimmer, Conni Möhring, Sabine Lösing und Martina Michels stehen aber für die Besucherinnen für Gespräche zur Verfügung. Weitere Informationen zur Preisverleihung gibt es hier.

Care Revolution. Her mit dem guten Leben! Für alle weltweit!

»Soziale Reproduktion betrifft uns alle – es geht um unser Leben, unseren Alltag: Wie und mit wem wollen wir wohnen? Wie sorgen wir für uns und andere? Wie wollen wir gepflegt werden und wie kann gute Gesundheitsversorgung aussehen?
Viele Menschen arbeiten in diesen Bereichen – einige bezahlt, andere unbezahlt. Wir alle sind darauf angewiesen. Wie also können die Lebensverhältnisse so gestaltet werden, dass sie unseren Wünschen und Bedürfnissen entsprechen?«

Bei dieser Aktionskonferenz vom 14. bis 16. März 2014 in Berlin dürfen LINKE Feministinnen nicht fehlen, meint Jutta Meyer-Siebert, Mitglied im Landesvorstand und Mitsprecherin des Landesrats LINKE Frauen Niedersachsen.

Ein lesenswerter Artikel von Pia Garske mit dem Titel "Putzen, kochen, Kinder kriegen. Von der Hausarbeits- zur Care-Debatte: alter Wein in neuen Schläuchen?" ist hier zu finden.

Aus der Partei

Noch Plätze frei - und ganz besonders für Frauen!

Die Frühlingsakademie 2014 findet vom 23. bis 27. April 2014, in der Europäischen Jugendbegegnungsstätte Werbellinsee als „Ideenwerkstatt: Zukunft der LINKEN“ statt.

Bisher sind weniger als ein Drittel der Angemeldeten Frauen. Wollen wir die Diskussion z. B. darüber, warum sich weniger Frauen als Männer in der LINKEN engagieren, und wie wir das ändern können, wirklich den Männern überlassen? Wie wollen wir unsere Ideen darüber, was ein emanzipatorisches Politikmodell ist, in die Parteidebatte einbringen? Was haben wir Frauen zu sagen zur Frage, wie die Partei attraktiv wird für junge Leute und für Frauen? Und wie stellen wir uns eine Professionalisierung der Parteiarbeit vor?

Das ist der Titel eines neuen Bildungsangebots für Frauen in der LINKEN. Dreimal im Jahr laden künftig Frauen aus der Kommission Politische Bildung beim Parteivorstand zu regionalen Treffen mit bildungs-, wahlkampf- und parteiaktiven Frauen ein. Den Auftakt bildet ein Workshop in Dortmund, der ganz im Zeichen des Wahlkampfes zur Europawahl und zur Kommunalwahl in NRW und neun weiteren Bundesländern steht. Mit Rosa Luxemburg fragen wir: Was heißt revolutionäre Realpolitik - heute, hier und jetzt. Der Workshop bietet Raum für Gedankenaustausch, gemeinsames Lernen und Vernetzung.

Internationales

Mit der Einführung des Internationalen Frauentages vor über einhundert Jahren standen die Forderungen nach Gleichberechtigung und die Einführung des Frauenwahlrechts im Vordergrund.  Dieser Tag sollte uns erinnern, dass es nicht nur in Deutschland Frauenrechte zu wahren und zu stärken gilt, sondern Frauen auf allen Kontinenten stets für gleiche Rechte eintreten.
Der, auf der diesjährigen Berlinale gezeigte äthiopische Film "Difret" zum Thema Frauenrecht erscheint besonders erwähnenswert und konnte bereits den Panorama Publikumspreis für sich gewinnen. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte und versetzt uns ins Äthiopien des Jahres 1996. Dort gibt es die, in ländlichen Regionen noch immer übliche, als "Telefa" bekannte Tradition, hinter welcher sich die Entführung junger Mädchen zum Zwecke der Eheschließung verbirgt. Die 14-jährige Protagonistin des Films, wird auf dem Heimweg von der Schule von einem 29-jährigen Farmer entführt und vergewaltigt. Als sie versucht vor ihrem Peiniger zu fliehen, erschießt sie diesen in Notwehr. Nach traditioneller Rechtsprechung ist sie nun dem Tode geweiht und die dörfliche Gemeinschaft fordert ihren Tod. Aufmerksamkeit erregte diese Geschichte insbesondere durch den engagierten Einsatz der äthiopischen Frauenrechtlerin und Anwältin Meaza Ashenafi , die sich der jungen Frau annimmt und mit diesem Fall erstmalig in Äthiopien das Recht auf Selbstverteidigung für Frauen durch staatliche Rechtsprechung erwirkt und darauf aufbauend weitere Reformen in der äthiopischen  Rechtsprechung zugunsten von Frauen einbringen und durchsetzen kann.
"Difret" ist der erste äthiopische Film, der von einer äthiopischen Kamerafrau gedreht wurde und bei dem die Hälfte der Filmcrew Frauen waren! Das, aus der amharischen Sprache stammende Wort "difret" hat mehrfache Bedeutungen und steht zum Einen für "mutig sein" , eine weitere Bedeutung ist jedoch auch " vergewaltigt werden". 

Ein Link zu einem Filmausschnitt ist hier. Mehr Informationen in Englisch zu der Frauenrechtlerin Meaza Ashenafi findet ihr hier.

Portrait

Inge Hannemann

Seit nun fast einem Jahr ist Inge Hannemann von ihrer Arbeit im Jobcenter in Hamburg-Altona freigestellt. Seitdem ist Einiges passiert: im September 2013 erhielt die Hartz-IV-Kritikerin den taz-Panther-Preis 2013 für Zivilcourage und ihre Petition gegen Sanktionen bei Hartz IV und in der Sozialhilfe konnte Ende des Jahres mit 83.000 Unterschriften an den Deutschen Bundestag übergeben werden. Ende Februar ging ihr Fall vor dem Arbeitsgericht in die nächste Runde, eine Entscheidung wurde jedoch noch nicht gefällt. Die nächste Verhandlung wird für Juni erwartet. In Hamburg kandidiert sie jetzt für DIE LINKE zur Bezirksversammlung. Mehr

Tipps und Termine

4. März 2014, 18 Uhr, "Frauentagsveranstaltung: Doch hör nicht auf mich", Ausstellung/Kultur, Theater "Grüne Zitadelle", Magdeburg. Mehr

6. März 2014, 19 Uhr, "Eure Ordnung ist auf Sand gebaut - Rosa Luxemburg in Briefen, Reden und Artikeln", Lesung/Gespräch, L 50, Erfurt. Mehr

7. März 2014, 14.30 Uhr, "Frauen in Europa" - Podiumsgespräch der LINKEN mit Gabi Zimmer, Conni Möhring, Sabine Lösing, Martina Michels. Pfefferberg, Schönhauser Allee 176, Berlin.

Anschließend 17 Uhr, Verleihung des Clara-Zetkin-Preises, am gleichen Ort, danach Sektempfang und Frauentagsparty. Mehr Infos hier

7. März 2014, 18 Uhr, Wer "ernährt" wen? Auf der Suche nach einem neuen Leitbild. Sind Minijobber_ innen unser zukünftiges Arbeitsmodell oder brauchen wir Arbeitszeitverkürzungen? Referentin: Dr. Christina Klenner vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, Mainz, Julius-Lehlbach-Haus, Kaiserstr. 26-30

7. März 2014, 19 Uhr, "Feministische Kämpfe früher und heute – alte und neue Frauenbewegung". Podiumsveranstaltung mit u.a. Gisela Notz (feministische Historikerin und Sozialwissenschaftlerin) VertreterIn von Women in Exile (angefragt) und Friederike Benda, Bündnis “Frauen*kampftag 2014″ in der Berlin Humboldt-Universität, im Senatssaal

7. März 2014, 19 Uhr, "...unaufhörlich für den Frieden?" - Reihe Friedensaktivistinnen des 20. Jahrhunderts, Diskussion/Vortrag, Seidl-Villa, München. Mehr

7. März 2014, 19 Uhr, "Begegnungen auf der Trans*fläche", Lesung/Gespräch, Tagungshaus Meuchefitz, Küsten. Mehr

7. März 2014, 19.30 Uhr, Maria Grollmuß: "Über die weibliche Form in der Politik", Philosophieabend aus der Reihe "Diskreditierte und verleugnete Traditionen kritischen Denkens" und zugleich eine Veranstaltung im Rahmen der 24. Brandenburgische Frauenwoche "Gemeinsam - Lebendig - Widerständig. Frauengeschichte(n) 1914 - 2014", Senftenberg. Mehr

8. März 2014, 10 Uhr, "Frauen wider den Krieg", Rosa-Luxemburg-Bildungstage 2014, Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung in deren Räumen im Salon, Berlin. Mehr

8. März 2014, 14 Uhr, "Proletarische Frauen in Neukölln", Exkursion, U-Bahnhof Boddinstraße, Berlin. Mehr

9. März 2014, 11 Uhr, "Eigentlich habe ich nicht ein, sondern viele Leben gelebt". Matinée zu Alexandra Kollontai mit musikalischer Begleitung, mit Katharina Volk und Mareen Heying im ZAKK, Fichtenstraße 40, Düsseldorf. Mehr

11. März 2014, 10 Uhr, Talking about my generation. Eine Performance von / mit Fräulein Bernd. Berlin, Heinrich Böll Stiftung, Schumannstr. 8. Mehr

14. bis 16. März 2014, "Care Revolution": Her mit dem guten Leben – für alle weltweit!
Aktionskonferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin. Mehr

18. März 2014, 18 Uhr, Lektürekurs Feministische Utopien, mit Sonja Vieten, Katharina Volk, Melanie Stitz, im ZAKK, Fichtenstraße 40 in Düsseldorf. Mehr

21. März 2014, 16 Uhr, Red Dinner: Lass Dich nicht abspeisen! Anlässlich des Equal Pay Day lädt DIE LINKE. Herne an einem noch geheim gehaltenen Ort zu diesem Treffen ein. Sie will mit Herner Frauen als Expertinnen in eigener Sache und auch Frauen aus Politik und Wirtschaft über aufgezwungene Teilzeitarbeit, Leiharbeit und Minijobs diskutieren; ein Thema, das längst nicht mehr nur Frauen betrifft. Anmeldungen an vorstand@die-linke-herne.de oder unter Tel. 02325/ 654049

1. April 2014, 18 Uhr, Lektürekurs Feministische Utopien, mit Sonja Vieten, Katharina Volk, Melanie Stitz, im ZAKK, Fichtenstraße 40 in Düsseldorf. Mehr

4. April 2014, 19 Uhr, Die Gedanken sind frei – oder: Wer hat Angst vor der Männerdämmerung? Ein Solo von/mit Gerdrun, Leipzig, Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur, Windscheidstr. 51. Mehr