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3. November 2015

die Tage werden kürzer und bei Kerzenschein machen wir es uns gerne etwas kuschelig. Leider ist das nicht für alle Menschen möglich. Manche befinden sich im Krieg oder sind auf der Flucht und frieren und einige leben daheim in Angst vor häuslichen Gewaltübergriffen. Doch auch viele sind unterwegs um überall wo es geht zu helfen. Dafür wollen wir herzlich danken!

Dem Thema Flucht haben wir uns im letzten Newsletter zugewendet und auch im nächsten wollen wir das Thema unter der Sicht auf geschlechtsspezifische Flucht aufgreifen. In diesem Newsletter widmen wir uns dem Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Weiterhin findet ihr im Newsletter die Ausschreibung des Clara-Zetkin-Frauenpreises und wir bitte euch um tatkräftige Bewerbung des Preises in den euch bekannten Projekten.

Viel Spaß beim Lesen wünscht 

Eure Redaktion

Judith Benda, Janina Bloch, Nina Eumann, Annegret Gabelin, Claudia Gohde, Jana Hoffmann, Caren Lay, Anja Mayer, Juliane Pfeiffer, Antje Schiwatschev, Vera Vordenbäumen, Katrin Voß, Uta Wegner, Nadia Zitouni

Aktuelles

Jährlich am 25. November setzen Menschen weltweit ein Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierung an Frauen. Auch hier in Deutschland erleben viele Frauen tagtäglich Gewalt. Ihr letzter Zufluchtsort ist zumeist ein Frauenhaus, in dem sie Schutz erfahren. Leider fehlt auch heute noch die gesicherte Finanzierung von Frauenhäusern. Im Jahre 1981 trat die UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) in Kraft. Ihr Ziel ist es, jegliche Diskriminierung von Frauen zu beseitigen. Auch die Bundesrepublik hat sich seit langem dazu verpflichtet. Doch die Umsetzung ist nach wie vor schleppend. Die Finanzierung der Frauenhäuser wird den Ländern oder Kommunen überlassen und somit wird oftmals nach Kassenlage statt nach Bedarf finanziert. Gerade bei Gewaltopfern ist das völlig inakzeptabel!

Die Bundestagsfraktionen der LINKEN und von Bündnis/90 Die Grünen haben aus diesem Grund zu einem gemeinsamen Fachgespräch der Oppositionsfraktionen geladen. Mit 80 Gästen gingen sie der Frage nach, welche Gestaltungsmöglichkeiten der Bund für eine bedarfsgerechte und flächendeckende Finanzierung von Frauenhäusern besitzt. Daraus geht ein Antrag der Bundestagsfraktion der LINKEN zum Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kindern hervor. Auch am 25. November 2015 gibt es wieder verschiedene Aktionen zum Tag gegen Gewalt an Frauen. Wir als LINKE beteiligen uns daran und wollen überall ein Zeichen setzen gegen Gewalt und Diskriminierung an Frauen.

"Der Text ist ein Fest voller kleiner Bösartigkeiten, alle bekommen ihr Fett weg. Der Enge haben die Protagonistinnen vor allem ihre spitzen Zungen entgegenzusetzen. Sie sind bitter geworden, die Tochter mehr noch als die Mutter, und was ihnen von der Emanzipation bleibt, ist der Grimm darauf, dass sie nicht stattgefunden hat, sondern bloß in Büchern daher behauptet wird." Dies ist ein Vorgeschmack auf die Rezension des Buches "Aberland" von Gertraud Klemm im FREITAG hier.

Aus der Partei

DIE LINKE lobt anlässlich des Frauentages 2016 zum sechsten Mal einen Preis aus, mit dem herausragende Leistungen von Frauen in Gesellschaft und Politik gewürdigt werden. Die Verleihung des Clara-Zetkin-Frauenpreises soll die Beachtung für das eigensinnige und uneigennützige Engagement von Frauen in der Öffentlichkeit erhöhen und ermutigen, die eigenen Fähigkeiten und Kräfte für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Ob als Nobelpreisträgerinnen oder Krankenschwestern, als Musikerinnen oder in prekären Jobs, ob in der Pflege, im Ehrenamt, im sozialen Umfeld – Frauen leisten Tag für Tag Großartiges für ein solidarisches, lebendiges und kreatives Gemeinwesen. Anerkennung dafür und öffentliche Debatte darüber bleiben noch zu oft auf der Strecke. Der Clara-Zetkin-Frauenpreis verweist auf diese Lücke und will Ermutigung für feministisches Engagement sein. Gleichzeitig geht es auch darum, den politischen Charakter des Internationalen Frauentages als Kampftag ins öffentliche Bewusstsein (zurück) zu holen.

Mit dem Clara-Zetkin-Preis ist ein Preisgeld von 1.500 Euro verbunden. Projekte und Initiativen können über unsere Internetseite oder per Mail eingereicht werden. Die Verleihung findet am 4. März 2016, dem Vorabend der Bundesfrauenkonferenz 2016 in Berlin statt. Die Bundesfrauenkonferenz der Partei DIE LINKE wird am 5. und 6. März 2016 in Berlin veranstaltet.

Ende Oktober hat die BAG LISA ihre Bundessprecherinnen neu gewählt. Es sind Susanne Fröhlich, Ingrid Jost und Elisabeth Matz. Das Protokoll der Beratung ist hier und auf der Internetseite der Bundes-LISA zu finden.

Internationales

Der Krieg in Syrien wird immer grausamer und vor allem Frauen und Kinder sind davon betroffen. Darum hat sich in der kurdischen Region im Norden Syriens, auch Rojava genannt, die Stiftung der Freien Frauen gegründet. Ihr Ziel ist die Verbesserung der ökonomischen, kulturellen und sozialen Situation von Frauen und mehr Teilhabe durch Bildung und Förderung der Gleichberechtigung. Eines der Projekte, das die Stiftung derzeit aufbaut, ist die Einrichtung von Frauengesundheitszentren, in denen nicht nur die physische sondern auch die psychische Gesundheit von Frauen im Mittelpunkt steht. Auch in Rojava leben viele syrische Binnenflüchtlinge; viele Frauen leben allein, da ihre Männer verschleppt oder getötet wurden, sie sind in patriarchalen Familien- und Gesellschaftsstrukturen aufgewachsen, haben teilweise traumatische Erfahrungen gemacht. Zugleich aber spielen die Frauen eine bedeutende Rolle in der Verteidigung Rojavas und aller neu entstandenen Strukturen vor Ort. Sie krempeln seitdem die Rolle der Frau vor Ort gänzlich um, und kämpfen somit nicht nur für die Freiheit der Kurdinnen und Kurden in Nordsyrien sondern zugleich für die Freiheit der Frau. Wer mehr über diese spannende Entwicklung erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Webseite des Projekts (in Englisch, Kurdisch, Arabisch).

Termine

Bis 10. November 2015, GenderCC‘s Foto Kampagne zur COP21: "Women‘s Global Call for Climate Justice", Foto-Aktion kurz vor der UN-Klimakonferenz in Paris (COP21): Damit soll deutlich gemacht werden, dass es ohne Geschlechtergerechtigkeit keine Klimage­rechtigkeit geben kann. Willst du mit deiner Vision dabei sein? Hier geht es zur Fotoaktion.

3. November 2015, 19 Uhr, "Wie ist es dann, wenn es soweit ist?" – Eine filmische Arbeit zu Transsexualität mit anschließender Diskussion, Film, Universität Konstanz, Konstanz. Mehr 

3. November 2015, Equal Pay Day Forum "Berufe mit Zukunft. Was ist meine Arbeit wert?", Berlin. Mehr 

4. November 2015, 18 Uhr,  Hildesheimer Clubgespräche, Information und Diskussion zum Bedingungslosen Grundeinkommen und der Vier-in–einem-Perspektive, Diskussion/Vortrag, Bürgertreff Moritzberg, Hildesheim. Mehr 

4. November 2015, 19 Uhr, "Der erste Weltkrieg und die Briefe Rosa Luxemburgs", Szenische Lesung im Rahmen der Ausstellung "Rosa Luxemburg - ein Leben für die sozialistische Idee" vom 30. Oktober bis 27. November 2015 im Rathaus Saarbrücken. Mehr

7./8. November 2015, 16 Uhr, Care Revolution, bundesweites Netzwerktreffen. Gesamtschule Globus am Dellplatz, Duisburg. Mehr 

7./8. November 2015, "Frauengesundheit: Rosige Zeiten? Wissen - Wirklichkeiten - Widerstände", Berlin. Mehr

9. November 2015, 10 Uhr, Fachtag "Sexuelle Orientierungen & Geschlechtliche Identitäten" – LSBTIQ, das ABC der Vielfalt in Schule und Jugendhilfe, Tagung/Konferenz, Fachhochschule Kiel. Mehr

10. November 2015, 18 Uhr, "Mutterrolle vorwärts-rückwärts?" – Feministischer Lesekreis, Workshop, ZAKK, Düsseldorf. Um Anmeldung wird gebeten. Mehr

11. November 2015, 19 Uhr, "Feminismus und Antifeminismus in der Radikalen Linken", eine Veranstaltung von und mit: Antifaschistischer Frauenblock Leipzig, L50, Erfurt. Mehr

16. November 2015, 18 Uhr, Frauenorganisationen in Afghanistan – Feministische Perspektiven und internationale Vernetzung. Assata im Hof, Köln. Mehr 

18. November 2015, 19 Uhr, Care Revolution!? – Ausweg aus der Krise der sozialen Reproduktion?, Diskussion / Vortrag, Bahnhof Langendreer, Bochum. Mehr

19./20. November 2015, efas-Fachtagung: "Europa in der Krise – Zugänge und Ergebnisse der ökonomischen Geschlechterforschung", Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. Mehr

19.-20. November 2015, "Europa in der Krise - Zugänge und Ergebnisse der ökonomischen Geschlechterforschung", Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin. Mehr

20. November 2015, 19 Uhr, "Lesbenvernetzung in »queeren Zeiten« - Wo sind die Lesben?" – im Rahmen der Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie an der TU Dresden, Diskussion/Vortrag, Kulturpalast/Ecke Schloßstraße, Dresden. Mehr

21. November 2015, 12 Uhr, Bündnistreffen Frauen*Kampftag, Geschäftsstelle der GEW Berlin. Mehr

24. November 2015, 18 Uhr, "Mutterrolle vorwärts-rückwärts?", Feministischer Lesekreis, Workshop, ZAKK, Düsseldorf. Um Anmeldung wird gebeten. Mehr 

24. November 2015, 18.30 Uhr, "Frauen der Welt in München" - Netzwerktreffen für politisch engagierte Frauen (mit und ohne Migrationshintergrund), Arbeitstreffen, RLS-Regionalbüro Bayern, München. Mehr

24. November 2015, 19 Uhr, "Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung", Diskussion/Vortrag, Universität Konstanz. Mehr 

1. Dezember 2015, 19 Uhr, Die Uhr, die nicht tickt: »Kinderlos glücklich«, Diskussion/Vortrag, Speichersaal Konzil Konstanz, Konstanz. Mehr

11. Dezember 2015, 11 Uhr, Fachtagung: "Gute Arbeit - gendergerecht gestalten. Potentiale zur Humanisierung der Arbeit", ver.di Bundesverwaltung, Berlin. Mehr