Kommunaler Initiativpreis 2015

DIE LINKE hat 2015 zum dritten Mal einen kommunalen Initiativpreis für Projekte, die die Entwicklung eines demokratischen, ökologischen und sozial gerechten Gemeinwesens voranbringen, verliehen.

Mit diesem Preis wird das konkrete Engagement linker Amts- und Mandatsträgerinnen stärker in die Öffentlichkeit gebracht. Die Auszeichnung soll dazu ermutigen, die eigenen Fähigkeiten und Kräfte für eine direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, eine soziale und ökologische Nachhaltigkeit sowie ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit in der Kommune einzusetzen.

Andererseits würdigt der Preis jene, welche bereits jetzt in besonderer Weise die Umsetzung linker Kommunalpolitik befördern. Diese Politikerinnen und Politiker leisten Tag für Tag Hervorragendes für ein solidarisches Gemeinwesen. Die Anerkennung dafür bleibt aber noch zu oft auf der Strecke.

Der Initiativpreis leistet einen Beitrag, diese Lücke zu schließen. Er versteht sich zugleich als Anregung, linke Projekte in Städten und Gemeinden, Landkreisen und Regionen anzustoßen. Und er hilft dabei, Kommunalpolitik wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Diese Öffentlichkeit hatten wir zum Fest der Linken am 12. September 2015 in Berlin.

Es wurden sieben Projekte ausgewählt, die alle durch den Parteivorsitzenden, Bernd Riexinger, mit einer Urkunde geehrt wurden.

Die Sieger-Urkunde und damit den Preis samt 500 Euro Preisgeld erhielt das Projekt "Gartenpiraten" im bayrischen Ansbach.

Wichtiger Bestandteil der Politik der linken Stadtratsfraktion ist es, nicht-kommerzielle Frei-Räume für die Menschen in Ansbach zu schaffen. Sie wollen Schritt für Schritt öffentlichen Raum für selbstbestimmte sozial-ökologische Nutzungen durch die Bevölkerung zurückzugewinnen.

Auf Antrag der Linksfraktion wird ein vormaliger Parkplatz im Stadtkern seit Juni 2014 als Urban-Gardening-Projekt umgenutzt. Obwohl dieser Ansatz in Metropolen nicht neu ist, ist er für die bayerische Diaspora eher ungewöhnlich und daher besonders spannend.

Binnen eines Jahres hat sich der Stadtgarten nicht nur als sozialer und interkultureller Treffpunkt etabliert. Das Projekt, an dem inzwischen Stadträte nahezu aller Fraktionen aktiv mitarbeiten, ist bereits Ziel von Reisegruppen und dient als Vorbild für weitere bayerische Klein- und Mittelstädte. Demnächst soll auf dem Areal auch Bildungsarbeit stattfinden und ein "Grünes Klassenzimmer" geschaffen werden.

Weiter wurden folgende Projekte geehrt:

  • Rheinland-Pfalz: "Eckpunkt Speyer"
  • Thüringen: "Mittendrin - das kleine Stadtzentrum"
  • Thüringen: "Jugendparlament Sonneberg"
  • Schleswig-Holstein: "Geschichtsaufarbeitung"
  • Thüringen: "Rettung der Stadtteilbibliothek"
  • Thüringen: "Entwicklung des ländlichen Raums"

Herzlichen Glückwunsch an alle! Und auf weitere Initiativen und Projekte - die Bürgerinnen und Bürger und auch wir zählen auf euch!

Fotos von der Preisverleihung

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